keep on running

laufen – kosmak – running

Emil Zátopek: „Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft.“

180px-Fotothek_df_roe-neg_0006305_004_Emil_Zátopek

Ich brauche das einfach für mich selbst. Einen Überblick über alle Dimensionen des Laufens. Historisch, kulturell, regional, international, klassisch und modern, kurios und erheiternd. Warum? Weil ich es kann und weil es natürlich Spass macht. Das Laufen selbst, als beste Form der Bewegung (siehe Zatopek) aber auch das Reflektieren und Beschreiben.

Und so, wie der längste Lauf mit einem einzigen Schritt beginnt, so werde ich hier einsteigen. Mal sehn, was draus wird. Themen gibt es genug, sie wollen nur gelistet und befüllt werden.

Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com  / pixelio.de

Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

Wie alles anfing. Von den Legenden zur

Mutter aller Marathons

„Der antike Marathon-Läufer ist ein rundum tragischer Held: Er hieß nicht nur nicht Pheidippides, er ist nicht nur nicht von Marathon nach Athen gelaufen, er ist dort nicht nur nicht tot zusammengebrochen, es hat ihn nicht einmal gegeben. Er ist eine Erfindung viel später Geborener.“ (Dieter Eckart, FAZ 24. Oktober 1987)

antike

Die meisten Schreiber, die sich mit dem Laufen thematisch beschäftigen starten im antiken Griechenland, gerne auch bei dem Mythos Marathon. Ich möchte einen Schritt zurück gehen, Laufen als prägende Aktion, wird schon viel früher erwähnt. Das altbabylonische  Gilgamesch-Epos enthält folgenden Text, der sich wahrscheinlich bis wenigstens in das 18. Jahrhundert v. Chr. zurückdatieren lässt:

 Mir graute vor meines Freundes Aussehn,
Ich erschrak vor dem Tod, daß ich lief in die Steppe!

Meines Freundes Sache lastet auf mir,
Daß ich lief einen fernen Pfad in die Steppe!
Enkidus, meines Freundes, Sache lastet auf mir,
Daß ich lief einen fernen Weg in die Steppe!
Wenn‘s möglich ist, will ich das Meer überqueren,
Wenn‘s unmöglich ist, durch die Steppe laufen!
Gilgamesch Epos 10. Tafel zwischen 2100 - 600 v.Chr. aus dem Raum Babylonien bis Kleinasien überliefert von Prof. Dr. Albert Schott übersetzt und in das von ihm vermutete Versmaß gesetzt.

220px-GilgameshTablet

________________________________________________________________

Laufen als Kulthandlung ist uns auch aus dem alten Ägypten überliefert. Ein Blick ins Ägyptologie-Forum lässt staunen „Aus vordynastischer Zeit finden wir auf dem Keulenkopf des Narmer die Darstellung dreier Läufer vor einer Kultkapelle“:

narmer_keulenkopf

Es wird vermutet, dass die Bedeutung von Ritualläufen darin bestand „durch die eilende Laufbewegung die Untertänigkeit des Königs gegenüber verschiedenen Gottheiten darzustellen ….. und durch die Magie der gesteigerten Bewegung  „besondere Kräfte“  zu „mobilisieren“ und diese zum eigenen Nutzen („Regeneration“) und für das Land zu gewinnen“

http://blog.aras-orhon.de/wp-content/uploads/2013/02/EbonyLabelOfDen-BritishMuseum-August19-08.jpg

EbonyLabelOfDen-BritishMuseum-

Das sollte ein jeder bedenken, wenn er künftig einem Läufer in der freien Natur begegnet – aber bitte sprecht den Läufer nicht darauf an. In den meisten Fällen sind die antiken, mythischen Wurzeln kaum bekannt und ausserdem halten Trainierende nur inne, wenn sie biologische Bedürfnisse befriedigen müssen. Früher wie heute.

________________________________________________________________

Die Bibel hat doch recht! jedenfalls wenn es um das Laufen geht

Karin Wobig  / pixelio.de

Karin Wobig / pixelio.de

in Isaiah 40:31 heisst es wortwörtlich:  „aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ Dass es hier um spirituelles Doping geht lässt sich nicht direkt beweisen.

Natürlich widmet die Bibel sich auch der Krone des Laufsports, dem Wettkampf: Hebrews 12:1 Darum auch wir: .….. lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist“ klar, dieser Kampf kann nur der nächste Wettkampf sein, was sonst lässt das Herz eines Läufers noch frohlocken.

Am überzeugendsten finde ich aber die Stelle 1 Corinthians 9:24:  „Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegespreis? Lauft so, dass ihr ihn erlangt.“

________________________________________________________________

 

so langsam nähern wir uns über das Buch der Legenden der Mutter aller Legenden. Aber – da gibt es noch mehr.

 Gerd Altmann/ Petr Kratochvil/Nemo  / pixelio.de

Gerd Altmann/ Petr Kratochvil/Nemo / pixelio.de

Auch wenn damit die Chronologie unterbrochen wird, möchte ich aus Gründen des Proporzes ich noch einen kurzen Blick auf die anderen spirituellen Gemeinschaften werfen. Schliesslich liegt es mir fern als Nicht-Gäubiger den Gläubigen zu verschweigen, dass ihre wichtigsten Protagonisten sehr wohl was den  Sport und insbesondere das Laufen angeht, sehr wohlwollend waren. Die Geschichte des Islam enthält durchaus Beispiele. So berichtet der Autor der Seite MISAWA natürlich die Wahrheit wenn er schreibt: „Wettrennen unter Männern war auch eine sehr beliebte Sportart. Es gibt Überlieferungen, in denen bestätigt wird, dass auch unter Anwesenheit des Propheten (s.a.v.) Wettrennen stattfanden. Der vierte Khalif Ali war sogar ein sehr schneller im Rennen gewesen. (5)“

Sogar – man staune – von rennenden Frauen wird dort erzählt: „Aus Überlieferungen wissen wir aber, dass Mohammed (s.a.v.) mindestens zweimal mit seiner Frau A’ischa Wettrennen austrug. Das erste Rennen gewann A’ischa, das zweite der Prophet (s.a.v.). (11) Daraufhin sagte er: „Nun sind wir Quitt.” (12)“  

_______________________________________________________________

 Buddhismus: Zen-Running

creation82  / pixelio.de

creation82 / pixelio.de

„Zen-Running ist der sportliche Weg zur gesunden Seele und setzt mit seiner ganzheitlichen Sichtweise einen neuen Impuls für den Laufsport. Zen-Running kombiniert körperliche, geistige und seelische Bewegung mit Hilfe verschiedener Lauftechniken und zeigt auf diese Weise, wie der Sport als Lebensphilosophie fast jedem Menschen auch im privaten und beruflichen Alltag gute Dienste leisten kann. Vor dem Hintergrund der Philosophie des Zen-Buddhismus ist es bereits möglich, sich ab 30 Laufminuten auf den Weg zum Zen-Runner zu machen!“

________________________________________________________________

Auch der Hinduismus ist reich an Legenden, Gottheiten, Mythen die das Laufen zum Inhalt  haben. Da lohnt es sich zu stöbern. Das legendäre Volk Abarimon

götter

etwa, zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Füsse nach hinten gekehrt sind! Trotzdem konnten sie so schnell laufen, dass niemand es mit ihnen aufnehmen konnte. Ob und wieweit sie trotz ihrer genetischen Überlegenheit trainieren mussten, verschweigt die Fabel. Ich bin mir sicher, es gibt auch eine spezielle Gottheit des Laufes. Kein Wunder bei angeblich 330 Millionen Göttern, die den hinduistischen Pantheon bevölkern.

hinduismus_trimurti

_______________________________________________________________

last but never least die Mutter aller Legenden

M A R A T H O N

myrunningaddiction wordpress.com

myrunningaddiction
wordpress.com

Wiki enthält bereits die meisten Informationen. Besser lässt es sich kaum formulieren:

„Herodot berichtet über den griechischen Boten Pheidippides, der 490 v. Chr. von Athen in zwei Tagen nach Sparta gelaufen war, um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu suchen .. Daraus formten .. Plutarch und Lukian von Samosata unter Berufung auf Herakleides Pontikos eine Legende, der zufolge ein Läufer sich nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht habe und dort nach der Verkündung seiner Botschaft …“Wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen sei.

Martina Taylor  / pixelio.de

Martina Taylor / pixelio.de

Der  Marathon ist eine auf Straßen oder Wegen ausgetragene sportliche Laufveranstaltung über 42,195 Kilometer und zugleich die längste olympische Laufdisziplin der Leichtathletik. Bei Olympischen Spielen wird die Marathonstrecke seit 1896 von den Männern gelaufen und von Frauen seit 1984.“

________________________________________________________________

Die Klassiker

………………………….

Über alle Kontinente

……………………………

_____________________________________________

Witzige, abgefahrene, seltsame Events

(wird noch kommentiert)

________________________________________________________________

Hiddenrun

________________________________________________________________

StrongmanRun

___________________________________________________________________________________________

in der Tiefe, oder wie man sich Untertage keinen Olm läuft

Bernd Kasper  / pixelio.de
Bernd Kasper / pixelio.de

Ausdauersportler sind abgefahrene Typen. Es gibt (fast) nichts was sie sich nicht unterwerfen. Kein Berg ist zu hoch, keine Wüste zu heiß oder zu trocken, kein Meer zu nass, kein Wald zu dicht,kein Sumpf zu schlammig und kein Ort tief genug , um dort nicht zu laufen.

Mir fallen auf Anhieb 2 Untertagestrecken ein, wo man zu gegebener Zeit und mit ein wenig Glück auf echte Grottenläufer treffen kann.: Der Hamburger Elbtunnel-Marathon (Motto: 48 mal um den Pudding) und der Merkeser Kristallmarathon (Motto: 500 m unter der Erde, muss es wohl wunderbar sein).  Von solchen Events gibt noch mehr, etwa

  • den Untertage-Sparkassen-Marathon immerhin in 700 m ! Tiefe. Ein Marathon, Rundkurs von 3,9 km (10 Runden) + 3,2 km (1Runde), stark profiliertes Gelände, Höhenunterschied je Runde von 85 Meter
  • Greenwich Foot Tunnel Centenary Marathon und auch dort gab es eindrucksvolle Rahmenbedingungen: 100 Teilnehmer wagten sich in den engen Tunnel „.. 8ft 9 in wide with a significant ascent/descent at each end. The marathon included approximately 7 miles of 1 in 15 (6.7%), 2600ft vertical, climb, 7 miles descent and 12 miles on the flat.“ Gewinner bei den Herren war übrigens Hugh Jones in sagenhaften 2:45:40 und legendärer Zweiter  der Deutsche Thorsten Themm vom Marathon Club 100 (Läufer aus diesem Verein finden sich ja überall ein, wo es etwas verrückter zugeht).
  • Valkenburg Cave Marathon zugelassen sind auf der Strecke gerade mal 150 Starter.  Die Runde ist 1600m lang und führt 1550m durch eine Höhle und 50m durch das Touristenzentrum von Valkenburg (dort wird frenetisch gejubelt). Ein Läufer, Steven Koch schildert seine Eindrücke wie folgt: „Ein genialer Lauf durch eine phantastische unterirdische Landschaft. Man möchte gelegentlich stehen bleiben und die Kunstwerke betrachten welche an die Wand gemalt wurden..“
  • Wesertunnel Marathon – das Streckenprofil ist im Link aufrufbar. Die 1650m lange Tunnelröhre muss insgesamt 26 mal durchquert werden um auf 42,195 km zu kommen. Pro Etappe geht es 20 Meter runter zur Tunnelsohle und wieder 20 m aufwärts bis zum Wendepunkt. Das macht im Ergebnis 520 Höhenmeter, ein stolzer Wert im Flachland um die Weser.

Als Maskottchen der Grottenläufer würde ich übrigens den feingliedrigen Grottenolm vorschlagen:

axolotl-3-best

Zu ihm erklärt uns Wiki: „Wegen seiner ökonomischen Lebensweise kann ein Tier .. jahrelang ohne Nahrungsaufnahme überleben ..“  Das klingt doch nach Ausdauer!
 

Die physischen und psychischen Anforderungen an Läufer, die sich Untertage auf die Strecke wagen, sind immer enorm und kaum mit dem zu vergleichen, was der Läufer bei einem Wettkampf auf normaler Höhe und im Freien erlebt.  Die Temperaturen bewegen sich in aller Regel zwischen 22 und 31 °C , die Versorgung mit Sauerstoff ist denkbar bescheiden und abhängig von der jeweils technisch organisierten Frischluftzufuhr und  die Luftfeuchtigkeit, ein wichtiger Faktor bei Extremläufen sinkt teilweise deutlich unter 30 %. Das alles sind Anforderungen, denen sich nur sehr gut trainierte Läufer stellen sollten.

Willi Doerr  / pixelio.de
Willi Doerr / pixelio.de

Von hier aus Respekt an alle Läufer, die das schon einmal geleistet haben und an diejenigen, die sich vornehmen, es ihnen in Zukunft gleich zu tun. Der nächste Jubiläumslauf im Greenwich Foot Tunnel wird wohl im Jahr 2036 stattfinden (da gibt es die 125 Jahre zu feiern).

________________________________________________________________

Snowdonia

………………………………

Helden / Antihelden (Gewinner, Verlierer)

 

________________________________________________________________

Abkürzer

Emil Zátopek: „Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft.“ oder benutzt U-bahn und Bus ….

wenn er Abkürzer, Streckenschrumpfer und Short-Cutter ist. Er heisst Jack oder Rosie, Roberto, Kerstin und hat die kurzen Beine, die man im Deutschen dem Lügenbold nachsagt.

Wer schon mal die Ergebnislisten von Marathonwettkämpfen studiert hat, findet die interessantesten Seiten am Anfang, wo die Schnellsten aufgeführt sind und – so war es jedenfalls vor einigen Jahren in HH der Fall – ganz am Schluss. Dort sind oftmals Läufer aufgelistet, die mit wahren Wunderresultaten aufwarten können.Ihre Zeiten  machen nachdenklich machen, weil sie offenbaren, dass es Läufer gibt, die über übermenschliche Fähigkeiten verfügen. Schneller sind sie als der Wind. Sie können auch fliegen, weil sie an den Zwischenstationen nicht registriert werden und eigentlich sind sie super drauf, weil die 42 km nicht die geringsten Anzeichen von Erschöpfung hinterlassen.

berühmte shortcutter

 Gerd Altmann  / pixelio.de

Gerd Altmann / pixelio.de

Einige haben Geschichte gemacht. Etwa den mexikanischen Politiker Roberto Madrazo,  Abgeordneter im mexikanischen Parlament und Gouverneur des Teilstaats Tabasco. Er war 2007 in Berlin gestartet. Chip Zeit in 2:40:57 Stunden und ist mit  einer seltsamen  langen roten Trainingsjacke, Hütchen und langer Hosetriumphierend ins Ziel getänzelt. In  der Gesamtwertung belegte er damit Platz 143. Eine klasse Zeit für einen 55-Jährigen und das wäre auch AK-Sieg in der M55 gewesen wenn nicht seine Zwischenzeiten KM 20 – KM 35  fehlten. Rechnerisch müsste er diese 15 Kilometer in einer weltrekordverdächtigen Zeit von 21:11 Minuten geschafft haben. Selbst mit Eigenurindoping wäre das kaum möglich. Es gibt eine logischere Erklärung: KM 20 und 35 liegen so zusammen, dass man bequem abkürzen kann. Das hat Roberto getan und weil es so schön war, im Zieleinlauf den Jubelmann vorgeführt. „Arriba! ¡Arriba! ¡Ándale! ¡Ándale!“

Speedy

 

Noch berühmter –  oder sagt man in solchen Fällen berüchtigter ist Rosie Ruiz, die 1980 zunächst als Siegerin des Boston Marathon geführt und dann abgeführt wurde.

ruiz

Sie hatte eine Teilstrecke des Rennens mit der U-Bahn zurück gelegt und bei ihrem Zieleinlauf wurde die grossartige Zeit von 2:34:28 gestoppt. Nicht bekannt ist, ob sie ein Ticket für die Metrofahrt gelöst hat und deswegen aufgeflogen ist. Immerhin ist sie auf ihre Weise auch eine Berühmtheit geworden: „Did you hear about the Rosie Ruiz doll? Wind it up and it takes the subway“

Robert Sloan hat übrigens den Bus genommen, als er sich die Bronzemedaille beim Kielder Marathon 2011 in der „Schwindel“-erregenden Zeit von 2:51:00 erstritt.

Markus Hein  / pixelio.de

Markus Hein / pixelio.de

Famous Cheats  führt noch andere grosse Hoaxes auf. Etwa die Version in der die südafrikanischen Zwillinge  Sergio und Fika Motsoeneng sich brüderlich einen Ultralauf, den Comrades Marathon teilten.

Comrades Marathon logo

Sogar die Laufklamotten hatten sie getauscht. Blöd war, dass sie vergessen hatten ihre Laufuhren am gleichen Arm zu tragen. Welcher Läufer montiert sich schon während des Wettbewerbs die Uhr ans andere Handgelenk.

Und die Moral von der Geschicht‘? Keine. Läufer sind auch nur Menschen, eben halt nur (ein bisschen) schneller zu Fuss als unsportliche Schummler.

________________________________________________________________

Scary Running

(Mord, Totschlag, Raub, Entführung, Todesfälle.  Oder: wo Mensch läuft, da kann auch Schlimmes passieren)

Beginnen wir mit Johann Kastenberger

Pumpgun-Ronny_Die_Realitaet_war_brutaler_als_der_Film-Krone-Reportage-Story-187215_476x250px_1_fguiqTaOqyVAsgesuchter Mörder und Bankräuber – Spitzname „Pumpgun-Ronnie“ ging nicht nur in die österreichische Kriminalgeschichte ein sondern verewigte sich auch als begnadeter Läufer.  Er ist seit 1988 mit einer Zeit von 3:16:07 Rekordhalter des Kainacher Bergmarathons, der mit 1.800 Höhenmetern als schwerster österreichischer Berglauf gilt.

________________________________________________________________

Höchst gefährdet sind (manche) Läufer auch. 1999 lautete eine Schlagzeile:

135609

Weltrekordhalter Ronaldo da Costa wird beim diesjährigen „Great North Run“ in England nicht antreten. Der Brasilianer hat Angst vor einer Entführung durch die brasilianische „Mafia“. Wahrscheinlich ging es um seine Medaille und vor allem sein Preisgeld. 

________________________________________________________________

Tatort Ruhrmarathon: Auch die Cops sind gut aufgestellt!

Arno Bachert  / pixelio.de

Arno Bachert / pixelio.de

 „Die Marathon-Erfahrung eines Polizisten ist einem Kleinkriminellen in Herne zum Verhängnis geworden: Als der 20-Jährige auf Socken flüchtete, um sich der Festnahme zu entgehen, jagte ihn der 47-jährige Oberkommissar zwei Kilometer weit.“

Die Fluch war sinnfrei. Wer auf Socken vor einem flieht, der mit guten, gedämpften Laufschuhen unterwegs ist, hat kaum eine Chance. Schuh ist Socke überlegen, lautet eine alte Läuferweisheit.

Oder gibt es jemand, der schon mal auf Socken einen Wettkampf gewonnen hat (das Thema ist es wert, recherchiert zu werden) – Dass Sockenläufer optimaler unterwegs sind, als  Schuhläufer ist tatsächlich nur beim Pilgern möglich(siehe letzter Absatz, Zitat: „Zum Schluss ziehen einige die Schuhe aus und laufen mit schmerzenden Füßen auf Socken bis zum Ziel.“ . Nur dort soll Glauben ja auch Berge versetzen und Pilger sind keine Sportler.

________________________________________________________________

Mord am Marathoni.

(Photo: ACTION IMAGES)

(Photo: ACTION IMAGES)

 Sammy Wanjiru war Olympiasieger und soll vom Balkon gestürzt sein. Seine Mutter ist überzeugt,davon, dass ihr Sohn ermordet wurde. Nicht der Sturz vom Balkon, sondern ein Schlag auf den Hinterkopf soll einem Pathologen zufolge für den Tod des Marathon-Olympiasiegers verantwortlich sein. Der Fall wurde nie aufgeklärt.

________________________________________________________________

 Ronny Senst  / pixelio.de

Ronny Senst / pixelio.de

Noch eine Cop-Story, Hannah Graham, THE LEGS OF THE LAW,   Marathoning Cop Runs Down Criminal. British policewoman with 3:55 PR causes 24-year-old guy to give up after half a mile. „I chased him along three streets before he gave up“ …Graham’s next big off-duty race is the Loch Ness Marathon in September. 

________________________________________________________________

oppcolour

Dann war  da noch die Messerstecherei bei einem Marathon in Ontario. Die 20-jährige Alannah Shaganash soll einen Mann niedergestochen haben. Die Notiz ist sehr kurz gehalten. Ob Alannnah eine Läuferin war, die sich über einen lahmen Mitkonkurrenten geärgert hat, der ihr das Überholen erschwerte oder gar Zuschauerin, die einen Mitbewerber ihres Mannes/Freundes7Bruders aus dem Rennen stechen wollte, darüber schweigt sich die Notiz aus.

________________________________________________________________

Über eine ganz miese Tat, die sich beim 11. Ford Marathon 2007 in Köln ereignet hat, berichteten damals die Medien.  Den Raub der Medaillen. Schwerstverbrecher denen offenbar alle moralischen Skrupel so fremd waren, wie einem Wüstenbewohner ein Eispickel, entwendeten die Marathon Medaillen, die im Zieleinlauf den heldenhaften Teilnehmern überreicht werden sollten. Da sind Hoffnungen brutal enttäuscht worden.  Ein schändliches, ein gruseliges Verbrechen. 

images (3)

________________________________________________________________

Erschreckend ist auch folgendes:

Am 25.Februar2012 wird der 13. SaharaMarathon/Walk durchgeführt. 
SICHERHEITSHINWEIS: 
Bitte beachten Sie die aktuelle Reisewarnung des deutschen Auswärtigen Amtes, für Teilnehmer aus den angrenzenden Ländern des Amtes ihres jeweiligen Heimatlandes. Die Behörden weisen auf die Entführungsgefahr für deutsche Staatsbürger, besonders auch bei geplanten Veranstaltungen, hin. Dabei fällt mir Erwin Bittel ein, der in diesem Moment in Indien weilt und der den Sahara-Marathon nicht nur selbst absolviert sondern in einem spannenden Bericht veröffentlicht hat. Scary, aber aus anderen Gründen. Der Lauf ist ultrahart. Gruss Erwin, falls du irgendwo ein I-Cafe besuchst und dich gen Heimat informierst.

sables_steinwueste_klein

_______________________________________________________________

Schrecklich auch Todesfälle während eines Rennens. Claire Squires Tod hat nicht nur die Familie und enge Freunde berührt sondern jeden, der sich intensiver mit dem Laufen beschäftigt. Todesfälle wegen Überanstrengung sind leider traurige Realität im Sport.   „Claire died will take place in the coming days. She collapsed near to Buckingham Palace just one bend before the finishing line“ schreibt der Mirror. Der plötzliche Herztod beim Sport fordert zum Beispiel in Deutschland im Jahr etwa 900 Opfer, viele davon sind Läufer. Es trifft in erster Linie die wenig Trainierten oder Menschen, die sich ohne medizinische Voruntersuchung auf das Abenteuer Langstrecke einlassen. Allen Sportlerinnen und Sportlern ist daher dringend geraten eine Basisuntersuchung mit Ruhe-EKG sowie jährlich sportmedizinische Untersuchungen zu absolvieren. Das Interview mit Dr. David Brody halte ich für eine Pflichtlektüre.

_______________________________________________________________

Lauf-Krimskrams

 

 

ATANARJUAT – DIE LEGENDE VOM SCHNELLEN LÄUFER

 

______________________________________________________________

Laufen + Lesen

hat übrigens eine Menge miteinander zu tun. Wer läuft tut nämlich auch etwas für die kleinen grauen Zellen. Läufer sind in aller Regel geistig und intellektuell aktiv.

Hier ein Link zur Literaturliste vom Team Bittel für alle Läufer und Laufbegeisterten, die vor oder nach dem Lauf etwas zum Thema nachlesen wollen. Dabei fällt mir ein, gibt es die Empfehlungen auch als Hörbuch? Nicht dass ich selbst Stöpsel im Ohr hätte beim Laufen, ich brauche den visuellen und akustische Kontakt zur Umwelt. Aber es soll ja Menschen geben, die sich während des Trainings entsprechend inspirieren lassen ….

 

 

Diesen Artikel mit anderen teilen : Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Twitter
  • XING
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Live-MSN
  • MySpace
  • MisterWong
  • Webnews
  • Print
  • email

Schreibe einen Kommentar